Pressemitteilungen

05.09.2011

SolarWorld Einstein Award Preisträger 2011

Dr. Bertrand Piccard und das Solar Impulse-Team erhalten SolarWorld Einstein Award
Freiburger Nachwuchswissenschaftler mit SolarWorld Junior Einstein Award ausgezeichnet


Die SolarWorld AG verleiht heute Abend bereits zum siebten Mal den SolarWorld Einstein Award. Die Preisverleihung findet im Rahmen der 26. Europäischen Photovoltaikmesse und -konferenz statt. Der SolarWorld Einstein Award 2011 geht an das Team von Dr. Bertrand Piccard und André Borschberg für die Entwicklung des Solarflugzeuges Solar Impulse, das ohne Treibstoff Tag und Nacht fliegt. Der erste Nachtflug und ein innereuropäischer Flug sind bereits geglückt. Der nächste Meilenstein des Projektes Solar Impulse wird der Flug um die Welt sein.

„Wir zeichnen damit Persönlichkeiten aus, die mit ihrer Arbeit auf die aktuellen Herausforderungen der Menschheit aufmerksam machen. Solar Impulse zeigt, dass wir mit technologischer Innovation und Mut zu neuen Denkweisen die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen überwinden können“, begründet der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, die Auswahl der Preisträger.

Der SolarWorld Junior Einstein Award 2011 geht an den Freiburger Physiker Paul Gundel. Der 30-Jährige hat in seiner Dissertation am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE neue mikroskopische Messmethoden für die Charakterisierung von Silizium und Solarzellen entwickelt. Für die Solarzelle entscheidende Eigenschaften wie die Elektronenlebensdauer oder mechanische Spannungen können so mit einer deutlich höheren Genauigkeit gemessen werden. „Die Solarzellen der Zukunft werden in ihrem Aufbau feinere Strukturen als die heutige Generation aufweisen. Dafür benötigt die Photovoltaikbranche präzisere Messmethoden, um Strukturen und Eigenschaften umfassend und lokal charakterisieren zu können.  Paul Gundel hat die herkömmlichen Grenzen der Physik in Sachen örtliche Auflösung und Nachweisgrenze überlistet, indem er eine clevere Idee konsequent umsetzte. Er stellt Wissenschaft und Industrie ein neuartiges Werkzeug zur Verfügung, das helfen wird, Solarzellenwirkungsgrade zu steigern“, begründet  Dr. Holger Neuhaus die Entscheidung der Jury.

Die Preisverleihung findet im Cruise Center Hamburg-Altona statt. Es ist die erste Veranstaltung überhaupt, die in dem erst im Juni eröffneten Kreuzfahrt-Terminal über die Bühne geht. Der SolarWorld Einstein Award wird seit 2005 an Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verliehen, die sich im besonderen Maße um die Entwicklung der Photovoltaik verdient gemacht haben. Frühere Preisträger sind Prof. Dr. Klaus Töpfer, Dr. Hermann Scheer, Prof. Dr. Adolf Goetzberger und Dr. Rupert Neudeck.

Über die SolarWorld AG: Der Konzern SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) ist ein weltweit führender Markenanbieter hochwertiger kristalliner Solarstromtechnologie. Seine Stärke ist die Vollstufigkeit in der solaren Produktion. Vom Rohstoff Silizium über Wafer, Zelle und Modul bis zur schlüsselfertigen Solarstromanlage jeder Größe vereint der Konzern alle Wertschöpfungsstufen. Zentraler Geschäftsbereich ist der Vertrieb von Qualitätsmodulen an den Fachhandel und kristalliner Wafer an die internationale Solarzellenindustrie. Die Konzernzentrale ist in Bonn. Die größten Fertigungen unterhält der Konzern in Freiberg/Deutschland und Hillsboro/USA. Nachhaltigkeit ist Basis der Konzernstrategie. Unter dem Namen Solar2World fördert der Konzern Hilfsprojekte in Entwicklungsländern mit netzunabhängigen Solarstromlösungen, die beispielgebend für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sind. Weltweit beschäftigt SolarWorld rund 3.500 Menschen. Die SolarWorld AG ist seit 1999 börsennotiert und heute unter anderem im Technologieindex TecDAX und im ÖkoDAX sowie im Nachhaltigkeitsindex NAI gelistet.

Der bisherige Höhepunkt meiner Karriere

Am 30. Juni 2011 endet die Bewerbungsfrist für den SolarWorld Junior Einstein Award

21.4.2011
 
Die SolarWorld AG verleiht in diesem Jahr bereits zum 6. Mal den SolarWorld Junior Einstein Award, mit dem junge Fachkräfte für die Solarbranche begeistert und innovative Ideen gefördert werden sollen.

Für den begehrten Preis können sich Nachwuchswissenschaftler bewerben, die eine herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit im Bereich der Photovoltaik oder einem angrenzenden Gebiet verfasst haben. Die Bewerbungsfrist endet in diesem Jahr am 30. Juni. Der Preis wird am 5. September 2011 im Rahmen der 26. Europäischen Photovoltaik Solar Energie Konferenz in Hamburg verliehen.
 
Im vergangen Jahr wurde Dr. Christian Reimann für seine Promotion mit dem SolarWorld Junior Einstein Award ausgezeichnet. "Die Auszeichnung ist der bisherige Höhepunkt meiner Kariere. Nach meiner Promotion bin ich jetzt Gruppenleiter am Fraunhofer IISB in der Abteilung Kristallzüchtung und verantwort-lich für die Silizium Kristallisation", so Dr. Christian Reimann.
 
 
Über die SolarWorld AG: Der Konzern SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) ist ein weltweit führender Markenanbieter hochwertiger kristalliner Solarstromtechnologie. Seine Stärke ist die Vollstufigkeit in der solaren Produktion. Vom Rohstoff Silizium, über Wafer, Zelle und Modul bis zur schlüsselfertigen Solarstromanlage jeder Größe vereint der Konzern alle Wertschöpfungsstufen. Zentraler Geschäftsbereich ist der Vertrieb von Qualitätsmodulen an den Fachhandel und kristalliner Wafer an die internationale Solarzellenindustrie. Die Konzernzentrale ist in Bonn. Die größten Fertigungen unterhält der Konzern in Freiberg/Deutschland und Hillsboro/USA. Nachhaltigkeit ist Basis der Konzernstrategie. Unter dem Namen Solar2World fördert der Konzern Hilfsprojekte in Entwicklungsländern mit netz-unabhängigen Solarstromlösungen, die beispielgebend für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sind. Weltweit beschäftigt SolarWorld mehr als 3.300 Menschen. Die SolarWorld AG ist seit 1999 börsennotiert und heute unter anderem im Technologieindex TecDAX und im ÖkoDAX sowie im Nachhaltigkeitsindex NAI gelistet.

SolarWorld Einstein-Award 2010 feierlich an Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus verliehen

Weitere Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftler und verstorbenen US-Solarpionier

07.09.2010

Die SolarWorld AG hat den Friedensnobelpreisträger und Gründer der Grameen Bank Prof. Muhammad Yunus mit dem SolarWorld Einstein-Award 2010 ausgezeichnet. Der Professor für Ökonomie aus Bangladesch wird damit für sein bahnbrechendes Konzept der Mikrokredite für Arme geehrt, mit Hilfe derer weltweit Millionen Menschen den Sprung aus der Armut in die Selbstständigkeit geschafft haben.

„Grameen schenkte mir den unerschütterlichen Glauben an die menschliche Kreativität und die feste Überzeugung, dass die Menschen nicht geboren wurden, um das Leid von Hunger und Armut zu ertragen“, erklärt Prof. Muhammad Yunus in seiner Festrede. Die Mikrokredite ermöglichten bis heute unter anderem die Installation von über 400.000 kleinen Solarstromsystemen, die die Energieversorgung der Menschen in den netzfernen, ländlichen Regionen von Bangladesch sicherstellen.

„Ein Schlüssel gegen die Armut ist dezentral verfügbare Energie. Mit Hilfe der Mikrokredite können sich Familien kleine Solarstromsysteme leisten und ihr Einkommen sichern. Prof. Muhammad Yunus hat gezeigt, wie mit einer Idee und viel Mut Millionen Menschen eine Zukunft gegeben wird“, sagt Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, während der feierlichen Preisverleihung anlässlich der 25. Europäischen Photovoltaikkonferenz am 6. September in Valencia, Spanien. Der Konzern verleiht seit 2005 jährlich diesen renommierten Award der Solarindustrie an Persönlichkeiten, die sich im Bereich der Photovoltaik verdient gemacht haben. Seit 2006 verleiht der Konzern zudem den SolarWorld Junior Einstein-Award an junge Wissenschaftler aus dem Bereich der Solartechnologie.

SolarWorld Junior Einstein-Award geht an Fraunhofer-Nachwuchswissenschaftler

Preisträger des SolarWorld Junior Einstein-Awards 2010 ist der Nachwuchswissenschaftler Dr. Christian Reimann vom Fraunhofer Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) in Erlangen. In seiner Promotionsarbeit beschäftigte sich der Mineraloge mit der Bildung von Siliziumkristallen und der Vermeidung von Verunreinigungen in der Siliziumschmelze. Dadurch kann der Wirkungsgrad von Solarzellen erhöht und somit die Kosten für Solarstrom gesenkt werden. Das von Reimann entwickelte Verfahren wurde inzwischen als Patent angemeldet.


Honorary SolarWorld Einstein-Award für Walt Ratterman


Für sein solares Engagement zeichnete der Konzern posthum Walt Ratterman mit dem Honorary SolarWorld Einstein-Award aus und ehrte in besonderer Weise den während des verheerenden Erdbebens im Januar in Haiti verstorbenen Solarpionier. Als Mitbegründer der US-Organisation SunEnergy Power engagierte er sich leidenschaftlich für die Aufbauarbeit in den ärmsten Ländern der Welt. Ratterman war Kooperationspartner im Programm Solar2World der SolarWorld AG und unter anderem verantwortlich für die solare Elektrifizierung von Krankenhäusern in Haiti. Der Award wurde persönlich von seiner Familie entgegen genommen.





SolarWorld Einstein-Award 2010 wird an Nobelpreisträger Muhammad Yunus verliehen

Professor Muhammad Yunus (Quelle: Roger Richter)
Professor Muhammad Yunus (Quelle: Roger Richter)

Bonn, 19.08.2010

Die SolarWorld AG ehrt in diesem Jahr den Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus mit dem SolarWorld Einstein-Award 2010. Der Professor für Ökonomie aus Bangladesch und Gründer der „Grameen Bank“ wird damit für sein bahnbrechendes Konzept der Mikrokredite für Arme ausgezeichnet, mit Hilfe derer weltweit Millionen Menschen den Sprung aus der Armut geschafft haben. Die Mikrokredite ermöglichten bis heute unter anderem die Installation von über 400.000 kleinen Solarstromsystemen, die die Energieversorgung der Menschen in den netzfernen, ländlichen Regionen von Bangladesch sicherstellen.

„Professor Yunus steht für ein radikal neues Denken der Wirtschaft und des Bankwesens. Er hat das Potential der Ärmsten dieser Welt erkannt, die sich mit einem kleinen Startguthaben, viel Kreativität und der Sonne als Energiequelle eine menschenwürdige Existenz aufbauen können. Das ist mehr als beispielhaft“, erklärt Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.

Ausgehend von den Mikrokrediten, die seit 1983 von den Banken der Grameen Family vergeben werden, entwickelte Yunus das Konzept des „Social Business“, welches inzwischen weltweit verwirklicht wird. Dieser Unternehmenstyp dient nicht der Profitmaximierung und dem Erwirtschaften von Dividenden, sondern der Lösung sozialer und ökologischer Probleme. Die „Social Business“-Unternehmen stellen Technologien für sauberes Trinkwasser, erschwingliche Medikamente oder preiswerte, saubere Energie zur Verfügung.

Das Non-Profit-Unternehmen „Grameen Shakti“ (GS) ist ein solches „Social Business“, das sich seit dem Gründungsjahr 1996 der Energieversorgung netzferner, ländlicher Regionen Bangladeschs verschrieben hat. Den betroffenen Menschen werden zum Beispiel kleine Off-grid Solarstromanlagen mit Unterstützung von Mikrokrediten angeboten. Dank dieser sauberen Energie können die Menschen auch nach Einbruch der Dunkelheit arbeiten, Kinder für die Schule lernen und Maschinen, Radios und Handys mit Strom versorgt werden. Gleichzeitig wird die von Kerosinlampen ausgehende Klima- und Gesundheitsbelastung reduziert. Für die Installation und Wartung der Anlagen wurden Tausende Frauen ausgebildet, die damit ein sicheres Einkommen haben. Aufgrund der eingesparten Kerosinkosten sind die Anlagenbesitzer in der Lage, die Kredite innerhalb von zwei bis drei Jahren abzuzahlen. Ziel von GS ist, eine Million Solarstromsysteme bis 2015 zu installieren.

Der SolarWorld Einstein-Award 2010 wird feierlich verliehen anlässlich der 25. Europäischen Photovoltaikkonferenz am 6. September 2010 im spanischen Valencia. Im selben Rahmen erfolgt die Vergabe des SolarWorld Junior Einstein-Award 2010, mit dem junge Wissenschaftler aus dem Bereich der Solartechnologie ausgezeichnet werden. Weitere Informationen und Akkreditierung für Journalisten unter www.einstein-award.de.
Der Preisträger

Professor Muhammad Yunus wurde 1940 in Chittagong, Bangladesch geboren. Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium arbeitete er als Assistant Professor an der Middle Tennessee State University in den USA, von wo aus er 1974 zurück nach Bangladesch kehrte. Dort wurde er Leiter des Economic Departments der Chittagong University. Schlüsselerlebnis und Impuls für seine Idee der Mikrokredite war ein Besuch in dem Dorf Jobra, wo er hautnah erlebte, wie schwer es für arme Menschen ist, Startkapital für kleine Unternehmungen zu bekommen. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Problem und entwickelte das System der Mikrokredite. Diese werden, im Gegensatz zur herkömmlichen Kreditvergabe, Menschen ohne Geld und Sicherheiten gewährt. So sind arme Menschen nicht mehr gezwungen, Kredite zu horrenden Zinskonditionen in Kauf zu nehmen.

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