Preisträger 2007
Professor Dr. Martin Andrew Green
Martin Green hat das Verständnis der Funktionsweise einer Solarzelle mit grundlegenden Untersuchungen wesentlich geprägt und weiter voran gebracht. Er wurde 1948 in Australien im Sonnenstaat Queensland geboren. Man hätte schon ahnen können, dass die Kombination von Familienname und Geburtsort für die Nutzung der Sonnenenergie etwas Gutes bedeuten musste. Damals hat allerdings noch niemand an diese Technologie gedacht. Die erste Solarzelle wurde erst fünf Jahre später entdeckt. Während der ersten Ölkrise studiert er Elektrotechnik an der Universität von Queensland. 1971 geht er für seine Doktorarbeit an die McMaster Universität und kehrt nach dem Abschluss an die Universität von New South Wales zurück und baut eine Photovoltaikgruppe auf, die bereits 1975 erste Solarzellen produziert. In den 80er und 90er Jahren schlägt sich das Team immer wieder selbst mit Wirkungsgradweltrekorden.
Martin Green ist Verfasser ungezählter Bücher, Zeitschriftenpublikationen und Inhaber zahlreicher Patente. Seine Ideen und Forschungsergebnisse werden seit langem in der Industrie genutzt. Martin Green ist ein hervorragender Wissenschaftler, der immer wieder neue Horizonte aufzeigt, Visionen hat und die Photovoltaik grundlegend vorantreibt und dabei auch unkonventionelle Wege bestreitet. Zahlreiche seiner ehemaligen Studenten prägen heute das Photovoltaikgeschehen in der gesamten Welt. Für seine Arbeit wurde er mit mehr als zehn international anerkannten Preisen ausgezeichnet, darunter auch der alternative Nobelpreis. Die SolarWorld AG hat ihn 2007 für seine Verdienste für die Photovoltaik mit dem SolarWorld Einstein-Award ausgezeichnet.

