Preisträger 2006

Axel Herguth

Axel Herguth beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit der Untersuchung von Degradationsmechanismen in monokristallinen Silizium-Solarzellen, insbesondere für die Entwicklung eines Verfahrens zur Vermeidung solcher Degradationen. Solarzellen aus monokristallinem Silizium haben gegenüber solchen aus multikristallinem den Vorteil, dass sich mit ihnen höher Wirkungsgrade erreichen lassen. Allerdings kann das entsprechende Wirkungsgradpotenzial in der industriellen Produktion nicht voll ausgeschöpft werden weil sich unter Beleuchtung der Wirkungsgrad frisch hergestellter Solarzellen innerhalb weniger Stunden um bis zu 10% (relativ) verringert. Anschließend sind die Solarzellen aber perfekt stabil. Axel Herguth gelang es im Rahmen seiner Diplomarbeit an der einen Prozess zu entwickeln, der diesen Degradationsmechanismus dauerhaft eliminiert. Diesen Vorgang nennt er Regenration. Der Kern seines Verfahrens liegt darin den schädlichen Bor-Sauerstoff-Komplex in einen inaktiven Zustand zu überführen der auch im Betrieb der Solarzelle zu keinen Verlusten an energetisch angeregten elektrischen Ladungsträgern führt. Für seine sorgfältige und kreative Diplomarbeit die zu einer verblüffend einfachen Lösung eines relevanten Degradationsmechanismus in monokristallinen Solarzellen führen kann wurde Axel Herguth mit dem SolarWorld Junior Einstein-Award 2006 ausgezeichnet.

Oliver Schultz

Zur weiteren Kostenreduktion von Solarstrom braucht man aber beides: preiswerte Ausgangsmaterialien und hohe Wirkungsgrade. Oliver Schultz hat sich daher – insbesondere im Rahmen seiner Doktorarbeit und danach - am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme eingehend mit den Charakteristika von multikristallinem Silizium für die Herstellung hocheffizienter Solarzellen beschäftigt. Aufbauend auf einem tiefen physikalischen Materialverständnis konnte er Prozessschritte für die Herstellung entsprechender Solarzellen entwickeln, die letztendlich zu einem Energiewandlungswirkungsgrad von 20,3% führten. Wirkungsgrade von über 20% bei multikristallinem Siliziummaterial wurden von vielen Experten vorher für unerreichbar gehalten. Für seine hervorragende und gleichsam detaillierte wie zielgerichtete Arbeit wurde Oliver Schultz 2006 mit dem SolarWorld Junior Einstein-Award 2006 ausgezeichnet.

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