Preisträger 2005
Professor Dr. Klaus Töpfer
Klaus Töpfer, der ehemalige Bundesumweltminister und damalige Umweltchef der UNO engagiert sich seit vielen Jahren für den weltweiten Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung, die die natürlichen Lebensgrundlagen schützt und allen Menschen dieser Erde offen stehen soll. Ein Segen ging und geht von seiner Arbeit als weltweit anerkannter Umweltanwalt aus - übrigens schon 1991 auf der Rio-Umweltkonferenz. Immer wieder war zu lesen: Ohne Klaus Töpfer hätte es den berühmten Geist von Rio nicht gegeben. Klaus Töpfer war einer der ersten, der nachdrücklich darauf hinwies, was eine ökologische Aggression ist. Nämlich, wenn eine Milliarde Reiche mehr Energie verbrauchen als fünf Milliarden Arme. Töpfers große politische Idee und sein politisches Ziel ist die Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft zu einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft. Deshalb engagiert er sich auch für einen globalen ökosozialen Marschallplan. Seiner Ansicht nach können globale, überall und alle Zeit vorhandene, umweltfreundliche und preiswerte Energieträger ein ökologisches Wirtschaftswunder bewirken. Dazu gehören vor allem Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie. Für sein Engagement zeichnete die SolarWorld AG 2005 en bekannten Umweltpolitiker mit dem erstmals verliehenen Einstein-Award aus.
Dr. Hermann Scheer
Dass die Solarenergie und alle anderen erneuerbaren Energien heute bereits zu den Pfeilern einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft in Deutschland zählen, ist untrennbar mit dem Einsatz des Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Scheer verbunden. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, beschrieb ihn einst als einen der herausragendsten Politiker unserer Zeit. Hermann Scheer entwirft schon vor Jahrzehnten seine Vision des solaren Zeitalters und beschreibt dabei die ökologische Notwendigkeit und ökonomische Vernunft einer Umstellung der konventionellen Energieversorgung auf regenerative Quellen. Hermann Scheer ist neben seiner Abgeordnetentätigkeit Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien und der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR. Für sein Engagement und Wirken wurde er bereits 1999 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Sein unermüdlicher Einsatz für eine nachhaltige und gerechte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erfordert großen Respekt. Ohne Hermann Scheer, den unbestechlichen Anwalt einer grundlegenden Energiewende, wären die Erfolge in der Etablierung erneuerbarer Energien weder in Deutschland noch international denkbar. Dafür hat die SolarWorld AG ihn 2005 mit dem SolarWorld Einstein-Award ausgezeichnet.


